& Lesen

Leserückblick Januar

Was ich im Januar (fertig) gelesen habe

Katholisch als Fremdsprache von Johannes Hartl und Leo Tanner

Dieses Buch habe ich zu Weihnachten 2024 von meinen Vorgesetzten geschenkt bekommen. Da es ein Sachbuch mit thematischen Abschnitten ist, kann man es immer wieder zur Hand nehmen, um mehr über die katholische Sichtweise auf theologische Fragen zu erfahren. Der Untertitel “Einander verstehen – gemeinsam vorwärts gehen” sagt bereits aus, für wen dieses Buch gedacht ist. Evangelisch-freikirchliche Christ*innen sollen mithilfe dieses Buches den katholischen Glauben besser verstehen lernen. Einige Abschnitte sind aufgrund ihrer Thematik (z.B. Kirchengeschichte) recht trocken, aber es ist kein wissenschaftliches Buch, sondern soll eine geistliche Sicht auf die unterschiedlichen Denkmuster der Konfessionen vermitteln. 

Die Autoren stehen in der Tradition der katholischen Kirche, weshalb eine explizite Einordnung von der evangelisch-freikirchlichen Seite fehlt. Wer Johannes Hartl kennt, weiß aber, dass er sehr ökumenisch unterwegs ist. So hat er zum Beispiel das überkonfessionelle Gebetshaus in Augsburg gegründet. 

Ich fand das Buch sehr hilfreich, um die Tradition der katholischen Kirche besser zu verstehen. Es wird auch ausführlich beschrieben, wie z.B. eine Eucharistiefeier abläuft oder warum es die Heiligenverehrung gibt. Dank dieses Buches verstehe ich viele Dinge in der katholischen Kirche nun besser, die mir vorher sehr fremd, wenn nicht sogar befremdlich, waren. 

Auf Kosten der Mütter von Birgit Happel und Love & Money von Marielle und Mike Schäfer

Mein Vorsatz dieses Jahr ist, meine bzw. unsere Familienfinanzen besser zu verstehen und einen konkreten Finanzplan zu machen. Ich habe mich dafür in der Stadtbibliothek Weinheim inspirieren lassen und einige Bücher dazu ausgeliehen. Als ich “Auf Kosten der Mütter” gelesen habe, bin ich erst mal ziemlich wütend geworden auf das ganze System, das Mütter finanziell diskriminiert. Beendet habe ich es mit dem Ziel, mich besser um mein Geld zu kümmern, denn

“es ist ein Zeichen von Wertschätzung dir selbst gegenüber, wenn du dich gerne um dein Geld kümmerst. Das zahlt auch auf dein Konto für Selbstfürsorge ein, denn du übernimmst Verantwortung für dein Leben und investierst in deine Ziele und Wünsche”.

“Love & Money” habe ich ehrlich gesagt nur überflogen, da einige Themen für mich schon nicht mehr relevant sind. Wenn man aber gerade erst anfängt zu daten, zusammenzieht oder ein Kind bekommt, kann das Buch eine hilfreiche Unterstützung sein, um ins Gespräch über die finanziellen Auswirkungen dieser Entscheidungen zu kommen. Es sind auch viele Rechenbeispiele dabei, sodass man ganz konkret ins Planen kommen kann. 

In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne 

Seit mein Sohn lesen kann, versuche ich regelmäßig Kinderbücher zu lesen, um hier (wieder) einen besseren Durchblick zu bekommen. “In 80 Tagen um die Welt” ist ein Reiseroman aus dem Jahr 1872. Diese Zeit war geprägt von vielen Erfindungen und den Auswirkungen der industriellen Revolution. Jules Vernes Roman ist eine bunte Mischung aus Länderkunde, exotischen Abenteuern, menschlichen Schwächen und vielen spannungsgeladenen Situationen. Faszinierend dabei ist, wie die Hauptfigur Phileas Fogg in verzwickten Situationen trotz allen zeitlichen Drucks immer positiv bleibt. Ich habe jedenfalls durch das Buch Lust bekommen, mehr Abenteuerromane zu lesen. 

Windstärke 17 von Caroline Wahl

Dieses Buch ist die Fortsetzung des Romans “22 Bahnen”, der ziemlich gehyped und auch verfilmt wurde. Während es im ersten Roman um Tilda geht, eine junge Frau, die sich neben Studium und Arbeit um ihre kleine Schwester und alkoholkranke Mutter kümmert, geht es in der Fortsetzung um eben diese Schwester namens Ida. Selbst nun zur jungen Frau herangewachsen, begleitet der Roman Ida auf eine Reise nach Rügen, wo sie mit den Erlebnissen aus ihrer Kindheit und Jugend ringt und versucht, ihren Platz im Leben zu finden. Ohne zu viel spoilern zu wollen, finde ich besonders den Beginn des Buchs recht düster, da Ida offensichtlich depressiv ist und auch selbstverletzendes Verhalten an den Tag legt.

Das Meer, das so krass wunderschön und gewaltig ist, zeigt mir, dass ich mit meinen Nichtigkeiten ganz klein und egal bin. Bedeutungslos.“

Man will sie öfter schütteln und ihr sagen, dass sie so gut ist wie sie ist und doch bitte die Hilfe anderer annehmen soll. Gegen Ende des Buches schafft sie das aber ganz gut. Außerdem finde ich es immer schön, wenn in einem Buch eine bestimmte Region ausführlich beschrieben wird. So geschieht das hier mit der Ostsee, wo ich noch nie war, aber jetzt gerne mal hin möchte. 

Was hast du im Januar gelesen? Hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreib mir an mail@lenakneusels.com.

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