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Leserückblick März

Im März stand bei mir eine Autorin besonders im Fokus: Emily Henry. Sie schreibt romantische Komödien, deren Handlung und Charaktere aber einen gewissen Tiefgang haben, weshalb ich mich abends immer darauf gefreut habe, ihre Bücher (bzw. den E-Book Reader) in die Hand zu nehmen.

Wenn ich mir Bücher im digitalen Format und nicht gedruckt kaufe, deutet das allerdings schon daraufhin, dass ich sie eher in den Bereich “Fast Food Literatur” einordne: super einfach zu konsumieren, hoher Spaß-Faktor, aber es macht nicht so richtig satt bzw. bleibt nicht im Gedächtnis.

Ich habe “Funny Story” und “Book Lovers” gelesen, wobei mir Ersteres besser gefallen hat als Letzteres.

Funny Story von Emily Henry

In Funny Story geht es um Daphne, die kurz vor der Hochzeit von ihrem Verlobten sitzengelassen wird, der lieber mit seiner besten Freundin zusammen sein will. Diese hat jedoch auch einen Partner (Miles), der nun verlassen ist, und wie es der Zufall so will, zieht Daphne bei Miles ein, da sie auf die Schnelle keine andere Bleibe findet. Wie die Geschichte weitergeht, kann man sich nun beim Genre romantische Komödie denken.

Es geht in dem Roman aber nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern auch um Freundschaft und Selbstfindung und wie man sich als Single ohne eigenes, lokales Netzwerk nach einer Enttäuschung ein neues Zuhause aufbaut.

Ich fand das Buch einfach sehr unterhaltsam, die Dialoge zwischen Daphne und Miles sind witzig und zeitweise auch tiefgründig. Die Handlung ist recht vorhersehbar und trotzdem fand ich sie dank Emily Henrys Schreibstil spannend. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, vielleicht als klassische Urlaubslektüre zum Abschalten.

„This is your fault, a voice whispers from the back of my mind. You’re the one who built everything around him.“ (S. 186)

„I don’t want to be a part of the wrong we. I’d rather be on my own, even if it hurts right now. Someday I’ll be okay, someday.“ (S. 322)

Book Lovers von Emily Henry

Anders sieht es bei “Book Lovers” aus. Hier geht es um zwei Personen, Nora Stephens und Charlie Lastra, die beide in der Verlagsbranche arbeiten. Nora ist die erfolgreiche Geschäftsfrau aus der Großstadt, die mit ihrer Schwester Libby eine Auszeit in der Kleinstadt Sunshine Falls sucht. Nora trifft hier auf Charlie, den sie bereits aus New York kennt. Er ist in Sunshine Falls aufgewachsen und verbringt den Sommer hier, um seine Eltern zu unterstützen, da sein Vater einen Schlaganfall hatte. Es ist also wieder nicht nur eine klassische RomCom, sondern es geht auch viel um die Beziehungsdynamik in Familien. So ist zum Beispiel die Beziehung zwischen Nora und Libby ein fast genauso wichtiger Handlungsstrang wie die Beziehung zwischen Nora und Charlie.

Auch wenn die Charaktere einen gewissen Tiefgang haben, hat mich die Geschichte nicht so gepackt wie “Funny Story”. Ich fand die Handlung zeitweise auch etwas unglaubwürdig. Das Setting in Sunshine Falls hat mich irgendwie an Stars Hollow von Gilmore Girls erinnert, was auf jeden Fall ein Pluspunkt ist. Es ist kein schlechtes Buch, aber eben auch keines, das im Kopf bleibt.

„Is there anything better than iced coffee and a bookstore on a sunny day?“ (S. 117)

„That’s life. You’re always making decisions, taking paths that lead you away from the rest before you can see where they end. Maybe that’s why we as a species love stories so much. All those chances for do-overs, opportunities to live the lives we’ll never have.“ S. 354

Übrigens wird Funny Story wohl gerade für Netflix verfilmt. Eine weitere Buchverfilmung von Emily Henry ist bereits auf Netflix verfügbar: People We Meet on Vacation.

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